Gefahren durch ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel erkennen und vermeiden

Ob Computer, Kaffeemaschine, Verlängerungsleitung oder Elektrowerkzeug: In jedem Unternehmen kommen elektrische Geräte zum Einsatz, die während der Nutzung bewegt oder leicht an einen anderen Platz gebracht werden können. Durch häufiges Anschließen, Transportieren und Verstauen unterliegen sie besonderen Belastungen.

Beschädigungen sind dabei nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Die Gefahren durch ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel reichen von einem elektrischen Schlag über Verbrennungen bis hin zu Bränden und betrieblichen Ausfällen. Arbeitgeber müssen deshalb dafür sorgen, dass die bereitgestellten Arbeitsmittel sicher funktionieren. B&K NRW-Arbeitsschutz unterstützt Sie mit fachgerechten Prüfungen, moderner Messtechnik und einer nachvollziehbaren Dokumentation.

Was sind ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel?

Als ortsveränderlich gelten elektrische Geräte, die während des Betriebs bewegt werden können oder sich leicht von einem Einsatzort zum nächsten transportieren lassen. Sie besitzen in der Regel einen Steckeranschluss und finden sich sowohl in Büros als auch in Werkstätten, Produktionshallen, Pflegeeinrichtungen oder auf Baustellen.

Typische Beispiele sind:

  • Computer, Monitore und Drucker
  • Netzteile, Ladegeräte und Mehrfachsteckdosen
  • Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Mikrowellen
  • Bohrmaschinen, Schleifgeräte und Handkreissägen
  • Staubsauger und mobile Reinigungsgeräte
  • Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen

Davon zu unterscheiden sind fest installierte elektrische Einrichtungen. Für diese bietet B&K NRW-Arbeitsschutz eine separate Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen an.

Das bietet B&K NRW-Arbeitsschutz bei den DGUV Vorschrift 3 Prüfungen

Prüfung von ortsveränderlichen Geräten

Prüfung von ortsfesten Anlagen

Prüfung von ortsfesten Maschinen

Prüfung von Schweißgeräten

Prüfung von Medizingeräten

Prüfung von E-Ladestationen

Was sind typische Gefahren bei ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln?

Viele Defekte entstehen schleichend. Eine Leitung wird regelmäßig geknickt, ein Gerät fällt zu Boden oder Feuchtigkeit dringt in das Gehäuse ein. Auch eine unsachgemäße Nutzung kann die Betriebssicherheit beeinträchtigen. Werden solche Mängel nicht rechtzeitig erkannt, entwickeln sich aus kleinen Schäden erhebliche Risiken. Zu den häufigsten Gefahrenquellen zählen:

  • beschädigte Isolierungen und Kabelbrüche: Durch das ständige Aufwickeln, Einklemmen in Türen oder Überfahren von Kabeln entstehen unsichtbare Risse, die stromführende Adern freilegen.
  • defekte Stecker und Gehäuse: Stürze oder unsachgemäßes Herausziehen aus der Steckdose lockern die Kontakte oder beschädigen das Gehäuse.
  • Feuchtigkeit und Verschmutzung: Wenn Wasser oder leitfähiger Staub in das Innere eines Geräts gelangen, kann es zu einem Kurzschluss oder einer fehlerhaften Brücke zum Gehäuse kommen.
  • Überlastung der Stromkreise: Das unzulässige Hintereinanderschalten von Mehrfachsteckdosen führt schnell zu einer massiven Hitzeentwicklung und Brandgefahr.
  • ungünstig verlegte Kabel: Liegen Kabel dort, wo Mitarbeiter sich bewegen, werden sie schnell zu Stolperfallen.

Die effektive Vermeidung von Gefahren durch ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel beginnt daher immer mit einer aufmerksamen Sichtprüfung vor der Benutzung und einer fachgerechten Handhabung im Alltag.

Welche Schäden können durch defekte ortsveränderliche Betriebsmittel entstehen?

Die Konsequenzen mangelhafter technischer Überwachung lassen sich im Wesentlichen in zwei Kategorien unterteilen: Personen- und Sachschäden. Sobald eine integrierte Schutzeinrichtung wie ein FI-Schutzschalter aufgrund eines Defekts versagt, drohen akute Gefahren.

Bei Personenschäden steht der klassische Stromschlag an erster Stelle. Durchströmt elektrischer Strom den menschlichen Körper, kann dies zu Muskelverkrampfungen, schweren Verbrennungen, Herzrhythmusstörungen oder gar Atemstillstand führen. Auf der wirtschaftlichen Seite entstehen durch Kurzschlüsse oft verheerende Brände, die ganze Büros, Werkstätten oder Lagerhallen zerstören. Neben dem materiellen Verlust führt dies meist zu langen Betriebsunterbrechungen, Lieferverzögerungen und enormen Kosten. Die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorgaben schützt somit nicht nur Leben, sondern sichert auch die materielle Existenz Ihres Unternehmens.

Elektrofachkraft kontrolliert eine elektrische Schaltanlage

Risiken im Arbeitsalltag richtig einschätzen

Viele Arbeitsmittel werden täglich von wechselnden Mitarbeitern genutzt, wodurch Mängel oft zu spät bemerkt oder schlicht nicht gemeldet werden. Besonders in rauen Arbeitsumgebungen wie Werkstätten, Werkshallen oder im Außenbereich ist das Risiko für Verschleiß sehr hoch. Hier zeigen sich die Gefahren von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln besonders deutlich, da Staub, Erschütterungen und extreme Temperaturen die Alterung der Bauteile massiv beschleunigen.

Um Unfälle und Brände effektiv zu verhindern, müssen beim Betrieb elektrischer Geräte zudem stets ausreichende Sicherheitsabstände zu leicht entzündlichen Materialien, Wärmequellen oder nassen Bereichen eingehalten werden. Nur durch eine Kombination aus sicherem Verhalten der Angestellten und technisch einwandfreien Arbeitsmitteln lässt sich ein unfallfreies Arbeitsumfeld realisieren.

Welche Vorschriften gelten für elektrische Betriebsmittel?

Die gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Anforderungen verpflichten Arbeitgeber dazu, ausschließlich sichere elektrische Anlagen und Betriebsmittel bereitzustellen. Eine wichtige Grundlage bildet die DGUV Vorschrift 3. Ergänzend sind unter anderem die Betriebssicherheitsverordnung sowie die Ergebnisse der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Die Prüfintervalle lassen sich nicht für jedes Arbeitsmittel pauschal festlegen. Ein Gerät im Büro ist meist geringeren Belastungen ausgesetzt als ein Elektrowerkzeug auf einer Baustelle. Bei der Festlegung der Fristen spielen daher unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:

  • Art und Zustand des Geräts
  • Häufigkeit und Dauer der Nutzung
  • Umgebungsbedingungen am Einsatzort
  • mechanische und elektrische Beanspruchung
  • bisherige Fehlerquote vergleichbarer Betriebsmittel
  • Herstellerangaben und betriebliche Erfahrungen

Eine regelmäßige Überprüfung durch eine Elektrofachkraft hilft dabei, Mängel frühzeitig festzustellen und die erforderliche Einhaltung der Sicherheitsanforderungen nachzuweisen.

DGUV V3 Prüfung zur Reduzierung von Gefahren durch ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel

Bei einer professionellen DGUV V3 Prüfung nimmt die prüfende Person das Gerät genau in Augenschein. Dabei achtet sie unter anderem auf Beschädigungen am Gehäuse, an der Leitung, am Stecker und an vorhandenen Zugentlastungen.

Anschließend erfolgt die messtechnische Kontrolle mit einem geeigneten Gerätetester. Welche Messungen notwendig sind, richtet sich unter anderem nach der Schutzklasse und der Bauart des Arbeitsmittels. Je nach Gerät werden beispielsweise der Schutzleiterwiderstand, der Isolationswiderstand oder vorhandene Ableitströme geprüft. Eine Funktionsprüfung ergänzt die Messungen.

Die Ergebnisse werden ausgewertet und nachvollziehbar dokumentiert. Besteht ein Betriebsmittel die Prüfung, erhält es eine entsprechende Prüfplakette. Stellt die prüfende Person einen sicherheitsrelevanten Defekt fest, muss das Gerät außer Betrieb genommen, fachgerecht repariert oder ersetzt werden.

Was können Unternehmen zusätzlich für die Elektrosicherheit tun?

Auch zwischen den vorgesehenen Prüfungen sollten Beschäftigte auf sichtbare Schäden achten. Geräte mit lockeren Steckern, offenen Leitungen oder beschädigten Gehäusen dürfen nicht weiter benutzt werden. Eine kurze Sichtkontrolle vor dem Einsatz kann bereits viele Risiken verhindern.

Unternehmen sollten außerdem klare Meldewege schaffen und ihre Mitarbeiter regelmäßig unterweisen. Defekte Geräte müssen eindeutig gekennzeichnet und dem Zugriff entzogen werden. Improvisierte Reparaturen oder die weitere Nutzung bis zum nächsten Prüftermin gefährden dagegen Beschäftigte und Betrieb.

Gefahren durch ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel vermeiden

Die lückenlose Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel bindet interne Ressourcen und erfordert tiefgehendes Fachwissen sowie modernste Messtechnik. B&K NRW-Arbeitsschutz übernimmt diese Aufgabe für Sie – fachgerecht, rechtssicher und effizient.

Unsere Experten prüfen Ihre Werkzeuge, IT-Systeme, Küchengeräte und Verlängerungskabel exakt nach den geltenden Normen und dokumentieren die Ergebnisse rechtssicher. Durch die Vergabe von Prüfplaketten und rechtssicheren Protokollen sind Sie im Falle einer Überprüfung durch die Berufsgenossenschaft oder die Gewerbeaufsicht bestens abgesichert.

Die Gefahren durch ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel lassen sich zwar nicht vollständig ausschließen, durch regelmäßige Prüfungen und einen verantwortungsvollen Umgang jedoch deutlich verringern. Verlassen Sie sich auf unsere Expertise, damit Sie sich ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Kontaktieren Sie uns noch heute für ein unverbindliches Angebot!